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Pudong - Kangqiao
Am 14. Januar 2003 gab die offizielle Webseite des Shanghaier Stadtteils Pudong Folgendes bekannt: „Im vergangenen Jahr (2002) haben die Sachinvestitionen in Pudong eine Rekordhöhe erreicht, der Umbau der alten Stadtteile nahm ein bisher nicht gekanntes Ausmaß an, und die ausländischen Investitionen wurden optimal eingesetzt. Das BIP Pudongs betrug 125,1 Mrd. Yuan und verzeichnete einen Anstieg von 16,7% gegenüber 2001. Damit lag das Wachstum um 5,8 Prozentpunkte höher als der Durchschnittszuwachs der Stadt Shanghai. Pudong verzeichnet seit 12 Jahren eine zweistellige Wachstumsrate.“
Die in Beijing erscheinende Economic Daily führte kürzlich die Schlagzeile „China macht drei Schritte, während die Welt einen macht“ – eine Beobachtung über Chinas Wirtschaftswachstum. Mit einem jährlichen BIP-Zuwachs von 16% schreitet demnach Pudong sogar mit der doppelten Geschwindigkeit voran.
Am 18. April 1990 verkündete der damalige Ministerpräsident Li Peng in Shanghai den Beschluss zur Erschließung Pudongs. Seitdem sind 12 Jahre vergangen, in denen sich große Veränderungen auf dem ehemaligen Brachland vollzogen. Wer sagt, dass Pudong innerhalb von zehn Jahren die 100-jährige Entwicklung von New York und die 50-jährige Entwicklung von Tokio durchgemacht hat, liegt vollkommen richtig. Der Entscheid der Zentralregierung zur Erschließung Pudongs ließ den Neuen Bezirk auf die siebenfache Größe des alten Stadtgebiets in Puxi anwachsen (522 qkm). Er umfasst heute fast das gesamte Gebiet östlich des Huangpu. Ein ausländischer Investor bemerkte dazu: „Shanghai steht auf festem Grund, und darüber hinaus ist es mit dem Neuland von Pudong gesegnet. Es ist sehr selten, dass eine Großstadt über Landreserven in diesem Ausmaß verfügt. Dadurch wird Shanghai für Investoren zweifelsohne sehr attraktiv werden.“
2001 fand der APEC-Gipfel in Pudong statt und rückte den Stadtteil in den Mittelpunkt der Weltaufmerksamkeit. Mittlerweile haben über 200 Staatsführer und Regierungschefs Pudong besucht. Letztes Jahr erhielt Shanghai den Zuschlag für die Weltausstellung 2010, was Pudong unauslöschlich in das Bewusstsein der Weltöffentlichkeit einbrannte.
Die Erschließung Pudongs ist nicht nur die Verwirklichung eines Projekts, sondern verkörpert auch die allseitigen Fortschritte der Gesellschaft. Die Regierung der Erschließungszone setzt jedes Jahr ein Viertel der lokalen Finanzeinnahmen für das Bildungswesen ein mit dem Ziel, für Pudong, Shanghai und sogar das ganze Land hochqualifizierte Fachkräfte bereitzustellen sowie das Bildungsniveau zu erhöhen und das Lebensumfeld kulturell zu bereichern. Bis jetzt hat sich eine Reihe von erstklassigen Hochschulen und Universitäten in Pudong angesiedelt. Es wird geplant, dass bis 2005 das gesamte Bildungsniveau in Pudong dem Niveau der mittelentwickelten Länder entsprechen und in einigen Gebieten gar das Bildungsniveau der entwickelten Länder erreichen soll. Damit würden die Fortschritte im Bildungsbereich die Geschwindigkeit des Wirtschaftswachstums übertreffen.
Die New York Times druckte im November 2002 einen Artikel mit dem Titel „Die Wunderkinder Chinas“ ab, in dem zu lesen war: „Ich habe die Zukunft gesehen, die Kinder. Wenn die US-Amerikaner China besuchen, bewundern sie oft die glitzernden Wolkenkratzer. Aber bei der Modernisierung Chinas ist die Bildung, welche die Kinder in den Großstädten erhalten, noch bewundernswerter. Nicht die Wolkenkratzer, die Armee oder die Industrie stellen langfristig die Herausforderung Chinas für die Amerikaner dar, sondern eher diese Wunderkinder.“ Der Verfasser des Artikels erwähnte, dass ihn bei einem Besuch in der Mittelschule Nr. 2 in Pudong die 14 Goldmedaillen und 28 andere Medaillen, die die Schüler bei internationalen Mathematik- und Wissenschaftsolympiaden gewonnen hatten, überraschten und besonders beeindruckten. Er schlug vor, dass die amerikanischen Schüler, die darauf stolz sind, die volle Punktzahl von 800 Punkten bei den SAT-Tests zu erreichen, einmal diese chinesische Schule besuchen sollten. Im Bereich der Ausbildung und Bereitstellung von Fachkräften haben die weitblickenden Pudonger nach Chinas WTO-Beitritt bereits heute sehr gute Arbeit für die zukünftige Entwicklung geleistet.
Pudong ist heute zu einem der wichtigsten Knoten der Weltwirtschaft geworden und wird auch ohne jeden Zweifel in Zukunft die Stellung in der Welt weiter ausbauen können.


